Unter der Leitung von

Herrn Prof. Dr. Wolfgang Schlicht


Zweitbegutachterin:

Frau Prof.in. Dr.in Nadja Schott


Die Masterthesis wurde mit einer 1,3 benotet.


  • Hintergrund

    Das subjektive bzw. psychologische Wohlbefinden wird in der Disziplin der Positiven Psychologie behandelt und wurde mit dem PERMA-Modell SELIGMANs (2012 / 2014b) messbar gemacht. Gleichfalls haben WOODS et al. (2012) eine Verbesserung der kognitiven Funktionen bei Menschen mit Demenz mithilfe von kognitiven Stimulationen festgestellen können. POWER (2017) entwickelte die Hypothese des ‚Erlebensbezogenen Modells‘ für Menschen mit Demenz und leitete dies von MASLOW (1943 / 1970), FOX et al. (2005) und dem KITWOOD-Modell (1997) ab.

  • Methode

    Die Masterthesis ist ein systematisch-narratives Review, dass im zweiten Kapitel die relevanten theoretischen Erkenntnisse des aktuellen Stands der Forschung darstellt. Dem dritten Kapitel ist eine ausführliche Darstellung des methodischen Vorgehens und eine Herleitung der Forschungsfrage und Hypothese dieser Masterthesis zu entnehmen. Nach einer hinreichenden Annäherung und Eingrenzung, welche kognitive Beeinträchtigungen immanent für Alter sind, wurde die Reviewsuche auf ältere Menschen mit Mild Cognitive Impairment und Demenzen eingegrenzt. Anhand des PICO-Schemas wurden die Fragestellung und die Ein- und Ausschlusskriterien des systematisch-narrativen Reviews näher beschrieben und die Synthese der einbezogenen Studien operationalisiert. Weiter wird anhand der Hypothese des ‚Erlebensbezogenen Modells‘ für Menschen mit Demenz von POWER (2017) eine Konfrontation mit dme PERMA-Modell SELIGMANs (2012 / 2014 b) in Form einer kritischen Würdigung und Diskussion operationalisiert.

  • Ergebnis

    Es zeigte sich, dass von den insgesamt 28 Studien nur 7 die streng angelegten Einschlusskriterien erfüllen konnten. Der Stand der Forschung (2017) wird thematisch durch Studien dominiert, die sich mit der Plastizität und der kognitiven Reservehypothese im Alter(n), den gesundheitlichen Effekten für Angehörigen einer kognitiven Stimulationstherapie bei Menschen mit Demenzen, der Lebensqualität von Menschen mit Demenz durch kognitive Stimulationstherapien sowie DCM und H.I.L.D.E. und der Effektivität der CST-Mitarbeiterschulungen, etc. und Kosteneffektivität einer kognitiven Stimulationstherapie (CST) bei Menschen mit Demenz beschäftigen. Weiter sind die wiederherstellenden Effekte der kognitiven Stimulationstherapie (MCST) sowie die Effekte durch körperliche Aktivitäten mittels kognitiver Stimulationstherapie auf die kognitive Leistungsfähigkeit von Menschen mit Demenz nicht in die Synthese einbezogen worden. UNVERZAGT et al. (2012) stellte ein multivariates Modell dar, dass mit signifikanten Prädikatoren für Demenzerkrankungen und deren Trainingsgruppen, dass kognitive Training nicht mit einer geringen Häufigkeit an auffälliger Demenz assoziiert wurde. Ein kognitives Training hat demzufolge nach 5 Jahren keine Auswirkungen auf die Häufigkeit von Demenzen, weshalb ein längeres Follow-up oder ein verbessertes Training erforderlich sein könnte, um die präventive Fähigkeit des kognitiven Trainings zur Vorbeugung von Demenz zu erforschen. KAUFMANN und ENGEL (2016) entwickelten einen konzeptionellen Rahmen des subjektiven Wohlbefindens bei Demenz auf Grundlage eines theoretischen Hintergrunds und konnten Hinweise auf eine empirische Relevanz des KITWOOD-Modells entdecken, ebenso wie Hinweise darauf, dass die Menschen mit Demenz wichtige Informanten ihres subjektiven Wohlbefindens seien. CARRION et al. (2013) legen nahe, dass die Stimulation allgemeine kognitive Funktionen bei Menschen mit Demenz verbessern können, insbesondere durch Realitätsorientierung. JOHNSTON und NARAJANASAMY (2016) stellen Ansätze für zukünftige Forschungen dar, die zu einer evidenzbasierten Erweiterung und letztendlich zu einer Verbesserung der Patientenversorgung von Menschen mit Demenz und deren Familien beitragen. WOODS et al. (2012) beschreiben in mehreren Studien übereinstimmende Beeinflussungen in der Wirkung auf die Kognition mithilfe von kognitiver Stimulation von Menschen mit leichter moderater Demenz, wonach vielversprechende Verbesserungen der selbstberichteten Lebensqualität und des Wohlbefindens in weiteren Forschungsarbeiten erfasst wurden. Nach WOODS et al. (2012) seien potenzielle Vorteile langfristiger kognitiver Stimulationsprogramme und ihrer klinischen Bedeutung zu explorieren. FARRAND et al. (2016) sehen in den Ergebnissen einer systematischen Exploration eine Information eines Designs für eine Machbarkeitsstudie bei der Untersuchung nach neuen psychologischen Interventionen für Menschen mit Demenz und Depression, da derzeit der Informationsgehalt in der Forschung recht dünn sei, weil die Verbreitung und Veröffentlichung in Fachzeitschriften und Präsentationen auf relevanten Konferenzen erfolgen.

  • Schlussfolgerung

    Um eine evidenzbasierte Aussage über die Wahrscheinlichkeit der Differenzierung von Wohlbefindenskonstrukten von älteren Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen treffen zu können, erscheint die Datenlage der Synthese zu dünn. Die Hypothese des ‚Erlebensbezogenen Modells‘ für Menschen mit Demenz von POWER (2017) bietet hilfreiche Ansätze, vergisst dabei jedoch die empirischen Belege einer positiven Psychologie und streift sie allenfalls mit MASLOWs (1943 / 1970) Bedürfnispyramide. Es wäre daher ratsam, in weiterführenden Forschungsprojekten, in Metaanalysen, randomisierter kontrollierter Trails die Wohlbefindenskonstrukte für Menschen mit Demenz messbar zu machen. Dafür erscheint der Ansatz von POWER (2017) hilfreich. Es müssten nur die Erkenntnisse des PERMA-Modells nach SELIGMAN (2012 / 2014 b), die Nonnenstudie nach SNOWDON (2002), usw. Berücksichtigung finden.

  • Literatur

    Alle Literaturen der Masterthesis sind dem begefügtem Link zu entnehmen

    Literaturverzeichnis

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